Die Lippische Landessynode tagt vom 11. Bis zum 13. Juni in Lemgo.

Lippische Landessynode tagt in Lemgo

Es geht um Zukunft, Konsolidierung und Jugendbeteiligung

Kreis Lippe. Die Synode der Lippischen Landeskirche kommt vom 11. bis zum 13. Juni in Lemgo zu ihrer Frühjahrstagung zusammen. Auftakt ist am Donnerstag, 11. Juni, um 18 Uhr mit einem Gottesdienst in der Ev.-luth. Kirche St. Nicolai (Papenstraße).

Ab Freitag, 12. Juni, tagen die Synodalen in der Kirche und im Gemeindehaus der Ev.-ref. Kirchengemeinde St. Pauli (Echternstraße). Beginn ist Freitag und Samstag jeweils um 9 Uhr.

Die Synodalen haben eine umfangreiche Tagesordnung vor sich und befassen sich mit Beschlussvorlagen im Zukunftsprozess, in der Organisations-Entwicklung und zur finanziellen Konsolidierung.

 

Zukunftsprozess

Bereits vor zehn Jahren hatte die Synode angesichts sinkender Mitgliederzahlen und prognostizierter Einnahmerückgänge aus der Kirchensteuer den Zukunftsprozess „Kirche in Lippe – auf dem Weg bis 2031“ auf den Weg gebracht. Seitdem wurden unter anderem neue Formen kirchlicher Arbeit in Erprobungsräumen getestet, interprofessionelle Teams ermöglicht oder auch Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg erleichtert.

Und so geht es jetzt weiter:

• Um neue Arbeits- und Organisationsformen testen zu können, bevor sie allgemein verpflichtend werden, liegt den Synodalen ein Beschlussvorschlag zum Erlass von Erprobungsgesetzen vor.

• Mit solch einem Erprobungsgesetz soll die Amtszeit der kirchenleitenden Ämter von zwölf auf sechs Jahre verkürzt werden. Weiterhin wird der Synode vorgeschlagen, auf die Besetzung der Stelle des Theologischen Kirchenrates bis 2031 zu verzichten.

• Um die Jugendbeteiligung zur erhöhen, liegt den Synodalen das Erprobungsgesetz zur Beteiligung junger Menschen in der Landessynode vor.

• Angesichts des stetigen Wandels der Lippischen Landeskirche hatte die Synode im Juni 2025 die regio-lokale Kirchenentwicklung auf den Weg gebracht. Sie soll zu einer intensiven Zusammenarbeit von Kirchengemeinden in den Regionen führen. Eine Serviceagentur für Transformation begleitet diese Prozesse. Die Synodalen befassen sich auf der anstehenden Tagung in Lemgo mit der Fortführung der Agentur für den Zeitraum von fünf Jahren, der notwenigen personellen Ausstattung (vorgeschlagen sind zwei Vollzeitstellen) und dem Konzept für die Arbeit der Transformationsagentur.

 

Finanzielle Konsolidierung

Zudem befindet sich die Lippische Landeskirche in einem Konsolidierungs- und Organisationsentwicklungsprozess.

Hierzu befassen sich die Synodalen in Lemgo mit:

• der Konsolidierung des Gemeindepfarrstellen-Haushalts.

• der Strategie für die Haushaltskonsolidierung des Landeskirchenamtes der Lippischen Landeskirche bis 2031.

 

Weitere Punkte auf der Tagesordnung sind:

• Eine Änderung der Wahlordnung bei Kirchenvorstandswahlen. Demnach soll das entsprechende Kirchengesetz geändert werden und folgender Absatz eingefügt werden: „Nicht wählbar ist, wer a) in öffentlichen Äußerungen Auffassungen vertritt, die im Widerspruch zum Auftrag der Kirche oder zu den Grundsätzen ihrer Ordnung stehen, wie sie in der Verfassung der Lippischen Landeskirche beschrieben werden oder b) aktiv eine Vereinigung unterstützt, die derartige Ziele verfolgt.“

• Eine Erklärung der Lippischen Landessynode zur Flüchtlingspolitik: „An der Menschenwürde festhalten.“

• Ein Bericht zur Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt.

 

Infos zur Lippischen Landeskirche:

Rund 125.000 Gemeindeglieder
65 reformierte und lutherische Gemeinden (54 ref., 10 luth., 1 ev.*)
4 reformierte und 1 lutherische Klasse
59 Synodale


*  Lockhausen-Ahmsen ist eine evangelische Kirchengemeinde mit Mitgliedschaft in der reformierten Klasse West und in der Lutherischen Klasse.


Weitere Infos u.a. zu Struktur und Finanzen:

www.lippische-landeskirche.de/transparenz